Informationen zur Heilpraktikerprüfung


Wer in Deutschland Heilkunde ausüben will, muss Arzt oder Heilpraktiker sein. Das Heilpraktiker Gesetz aus dem Jahre 1939 bietet Nicht-Ärzten die Möglichkeit, eine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde zu erhalten und den Titel Heilpraktiker zu führen.

Die Heilpraktikererlaubnis wird von dem zuständigen Amtsarzt,

nach bestandener amtsärztlicher Überprüfung - im allegemeinen Sprachgerauch Heilpraktikerprüfung - erteilt.

Die Inhalte der Heilpraktikerprüfung beziehen sich im wesentlichen auf schulmedizinische Kenntnisse und umfassen folgende Schwerpunktthemen:

 

  • Volkskrankheiten
  • Übertragbare Krankheiten (inklusive Meldepflichten)
  • Anatomie
  • Physiologie/Pathophysiologie
  • Erkennen und Erstversorgung von Notfällen
  • Krankenuntersuchung
  • Hygiene
  • Deutung grundlegender Laborwerte
  • Gesetzeskunde (z. B. Heilpraktikergesetz, Infektionsschutzgesetz, andere Vorschriften)
  • Injektions- und Punktionstechniken


Die Antragstellung auf Erteilung der Heilpraktiererlaubnis

Der Antrag auf Erteilung der Heilpraktikererlaubnis ist in Berlin,

je nach Wohnsitz an das Gesundheitsamt des Bezirkes Lichtenberg oder Tempelhof-Schöneberg zu stellen. Für das Land Brandenburg ist das Gesundheitsamt in Potsdam zuständig.

Grundsätzlich wird die Heilpraktikerüberprüfung von dem für den Wohnsitz zuständigen Gesundheitsamt durchgeführt.


Voraussetzung zur Antragstellung

  • Sie müssen das 25. Lebensjahr vollendet haben,
  • mindestens eine abgeschlossene Volksschulbildung (wenigstens der Hauptschulabschluss) nachweisen können,
  • sittlich zuverlässig sein, also ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen
  • in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufs geeignet sein,also ein ärztliches Atest vorlegen